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Die Schweinegrippe (H1N1) -Pandemie aus homöopathischer Sicht

Leseprobe:

Zusammenfassung

1. Die Schweinegrippe-Pandemie (H1N1) wird in Wellenschüben noch einige Jahren anhalten und deutlich gefährlicher werden.

2. Die leibphilosophische Betrachtung der Krankheit eröffnet völlig neue Perspektiven für die Verständigung über die sogenannten funktionellen Störungen.

3. Die zivilisatorische Immunschwäche entstand durch die weltweite Krise des menschlichen Subjekts.

4. Die Symptomfalle zeigt eine falsche Denkstrategie an, die das Symptom mit der Krankheit gleichsetzen möchte. Die Nachfrage auf dem Pharmamarkt orientiert sich an der Strategie der Symptomfalle.

5. Die Massenproduktion der Pharmaindustrie kann den individuellen Bedürfnissen der Patienten nicht Rechnung tragen. Diese kollektivistische Einseitigkeit steht in Übereinstimmung mit der Denkmethode der Schulmedizin.

6. Das „Ulla-Syndrom“ ist eine kollektive Krankheit der ideologisierten Köpfe. Soziale Gerechtigkeit muss die individuelle Lebenskraft des Menschen berücksichtigen.

7. Die Beziehung zwischen der Schulmedizin und der Homöopathie ist sich gegenseitig ergänzender Natur. Die Entscheidung darüber, „wie viel von dem einen und wie viel von dem anderen“, muss von Fall zu Fall individualisiert getroffen werden.

8. Wer sich auch gegen eine saisonale Grippe impfen lässt, sollte die Pandemie-Impfung erst 5 Wochen später über sich ergehen lassen, um den Körper nicht zu überfordern.

9. Die anthroposophische Medizin rät, bei Kindern im ersten Lebensjahr grundsätzlich auf Impfungen zu verzichten. Es werden dort ernstzunehmende Argumente für diese Empfehlung aufgeführt.

10. Aufgrund des reduktionistischen Menschenbildes der naturwissenschaftlichen Medizin besteht ein erhebliches diagnostisches und therapeutisches Defizit bei den funktionellen Störungen.

11. Das Unverständnis in der Schulmedizin gegenüber den funktionellen Störungen ist eine der wichtigsten Ursachen für die finanzielle Erschöpfung der medizinischen Versorgung.

12. Wenn wir in der Betrachtung der Menschen Lebendigkeit und Individualität als zentrales Anliegen verstehen, dann benötigen wir den Begriff der Lebenskraft.

13. Unter der „kopernikanischen Wende“ der Lebenskraft verstehe ich die aktuellen Anforderungen im Umgang mit der Lebenskraft, die vom Individuum eine deutliche Änderung der Einstellung zu den lebendigen Kräften des menschlichen Körpers verlangen. Es wird immer weniger möglich sein, sich im Umgang mit der Lebenskraft auf die Hilfe von Tradition, kollektiven Regeln oder die eigenen Instinkte zu verlassen. Der Einzelne muss mehr Verantwortung für seine Selbstgestaltung übernehmen.

14. Die Diagnose von funktionellen Störungen setzt die Empfindungsfähigkeit voraus.

15. Die schulmedizinische Betrachtung der Infektionskrankheiten ist sehr stark in der Sündenbockstrategie des Subjektzentrismus des Alltags verwurzelt. Erreger (wie z. B. Viren und Bakterien) sind nur Auslöser und nicht die „Ursache“ der Infektionskrankheiten.

16. Die funktionellen Störungen der Lebenskraft gehen von der Verdinglichung der Lebenskraft aus und entwickeln sich dann zu einem Entzündungstyp. Da die Entzündungstendenz eine Reaktion auf die Verhärtung darstellt, können zwischen den beiden Formen durch gegenseitige Verstärkungen auch sogenannte Mischformen entstehen.

17. Die Strukturen der digitalen Welt können die Verdinglichung der Lebenskraft deutlich fördern. Diese Strukturen sind grundsätzlich lebensfeindlich und können daher nur als eine Ergänzung, jedoch keineswegs als Ersatz für das Leben angesehen werden.

18. Generalisierte Entzündungsreaktionen der Lebenskraft, wie z.B. eine Virus-Pandemie, können wir auch als eine Antwort auf die Verdinglichung der Lebenskraft verstehen.

19. Die Belastungsfaktoren in unserer Zeit sind nicht nur erblicher Natur! Kinder und Jugendliche werden immer mehr durch die Umwelt und die Erziehung belastet.

20. Die biologische Ausbeutung der Kinder ist eine gefährliche Seite der digitalen Attacken. Kinder können sich nicht gegenüber der digitalen Verführung wehren.

21. Drogensucht und Promiskuität (Sex als Droge) fördern die funktionale Entzündungstendenz.

22. Die konstitutionelle Disposition zeigt uns, in welchem Maße die überschießenden Leberkräfte (vgl. „Fülle“ in der chinesischen Medizin) eine manifeste Entzündung hervorrufen können bzw. in der Lage sind, die Lunge anzugreifen.

23. Nach der Verbesserung des Impfstoffes ist es vernünftiger, sich die Impfung geben zu lassen, statt darauf zu verzichten.

24. Die Verdinglichung der Lebenskraft fördert die individuelle Panikbereitschaft enorm. Die Medien nutzen die Ängste der Konsumenten durch ihr Panik-Marketing aus. Je lebendiger die individuelle seelisch-geistige Organisation ist, desto besser kann sich der Einzelne vor der Manipulation durch die Angst schützen.

25. Antivirale Therapien versuchen die Verbreitung der Viren im Körper zu verhindern, sie können jedoch nicht heilen. Bei diesen Mitteln müssen potenzielle Nebenwirkungen genau berücksichtigt werden.

26. Die konstitutionelle Homöopathie ist die Ideallösung bei der Vorbeugung oder Therapie einer Pandemie. Es muss jedoch stets auf die Grenzen der Selbstheilungskräfte geachtet und im gegebenen Fall ergänzende schulmedizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

27. Pseudohomöopathische Aktivitäten, wie homöopathische Mittel, die gegen einzelne Symptome eingesetzt werden, können Schaden zufügen oder in ungünstigen Situationen sogar zum Tode führen!

28. Aus naturheilkundlicher Sicht kann die konstitutionelle Disposition gegenüber funktionellen Entzündungen mit Mariendistel (Carduus marianus) behandelt werden.
 
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